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Wärmepumpen werden meist in Neubauten
eingesetzt, aber sollen auch in Bestandsgebäuden eingesetzt
werden. ES gibt auch Großwärmepumpen, die in Nahwärmenetzen
eingesetzt werden. Man sollte unbedingt Wärmepumpen
einbauen. |
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Wärmepumpen sind Kältemaschinen mit entgegengesetztem Wärmeprozeß. Sie sind ähnlich aufgebaut wie ein Kühlschrank. Eine Wärmepumpe besteht aus Verdampfer, Verdichter, Druckdosselventil und Kondensator. Der Verdichter verdichtet das Kältemittel, das im Verdampfer bei niedriger Temperatur verdampft ist und führt ihm Energie zu. Der Verdampfer kann aus einem Grundwasserwärmetauscher,
einem Erdreichwärmetauscher oder Luftwärmetauscher
bestehen. Im Kondensator wird das verdampfte Kältemittel
wieder flüssig. Hier wird die Wärme bei hoher Temperatur
an den Heizkreislauf abgegeben. Danach wird das
Kältemittel im Druckdrosselventil wieder gasförmig und
durchläuft den Kreisprozeß erneut. Die Arbeitzahl gibt an,
wievielmal mehr Gesamtenergie vom System erzeugt wird, als
Arbeitsenergie hineingesteckt wurde. Die Arbeitszahlen
heutiger Systeme liegen bei 3,5 bis 4,5. Besonders bei
Niedertemperaturheizungen unter 40°C Vorlauftemperatur
liegen die Arbeitszahlen bei um 4,5. Bei einer
Elektrischen Wärmepumpe werden so aus einer Kilowattstunde
Strom 4,5 Kilowattstunden Wärme. So wird einiges an
Primärenergie eingespart, auch wenn der Strom nur mit 38%
Wirkungsgrad erzeugt wird. Heutige Wärmepumpen arbeiten
mit FCKW-freien Kältemitteln, und sind deshalb
umweltfreundlicher als die alten, deren Arbeitszahlen auch
noch niedriger waren. Wärmepumpen benötigen entweder einen
Grundwasserwärmetauscher, einen Erdwärmetauscher oder
einen Luftwärmetauscher. Da die Erde auch im Winter ab ca
1m Bodentiefe ca 6°C warm bleibt, wird im Erdreich um das
Haus eine Erdsonde gebohrt. Diese nimmt die Erdwärme über
einen Wärmetauscher auf und läßt das Kühlmittel
verdampfen. Heute werden auch Luft/Wasser Wärmepumpen
eingebaut. Es gibt sie im Block oder hybrid, wo nur ein
Teil der Anlage draußen steht und der Kondensator im Haus
untergebracht ist. Wärmepumpen werden entweder monovalent, das heißt als
einziger Wärmeerzeuger im System betrieben oder bivalent,
als Zusatzheizung. Vorzuziehen ist ein monovalenter
Betrieb. Wärmepumpen können auch zusätzlich Warmwasser
erzeugen. Für eine Wassertemperatur von 50°C reichen sie
aus.Es gibt sie auch als Warmwasserwärmepumpen mit einer
Leistung von 3 kW. In einem Passivhaus kommt eine
Wärmepumpe zum Einsatz, die die Wärme aus der Abluft der
Lüftung nutzt, um das Warmwasser in einem Speicher zu
erwärmen. Mit dem Warmwasser wird die Zuluft erwärmt. Auch für energetisch sanierte Altbauten lassen sich Wärmepumpen verwenden. Die Heizkörper sollten dann aber auf Vorlauftemperaturen 55/45°C ausgelegt werden. Zusammen mit Photovoltaik können Wärmepumpen als erneuerbare Energie gelten. In neuen Häusern sollen sie nur noch statt Öl- oder Gasheizung eingebaut werden. |
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| Literatur: Thomas Pichler, Das Wärmepumpen Handbuch für Einsteiger, RBM, 1. Auflage 2024, eISBN: 978-3-903505-17 Clemens Gleich, Wärmepumpe in Bestandsgebäuden, 2023, eISBN 978-3-98162517-2 |
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| Ecosia.org | Links: Informationszentrum Wärmepumpen |
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| Erstellt am 5.06.2026, Version vom 5.06.2026, Johannes
Fangmeyer, GNU-FDL |
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